Ein paar Gedanken zur GEZ-Zwangsabgabe auf internetfähige Geräte:
Es ist völlig egal, ob man einen Internetanschluss oder z.B. für das Multimedia-Handy einen mobilen Datentarif gebucht hat, der reine Besitz eines netzfähigen Gerätes genügt. Dieser Logik folgend versuche ich im Moment Kindergeld zu beantragen - ich habe zwar keine Kinder, aber das Gerät dafür ist vorhanden. Ich finde das ist plausibel. Was wohl die Kindergeldstelle dazu sagt? Ich werde berichten...
Im wahrsten Sinne des Wortes auf Abwegen ist der Google-Routenplaner momentan, denn er ist seiner Zeit ein gutes Jahr voraus. Eigentlich wollte ich die Entfernung von Ende nach Wengern herausfinden, doch irgendwas kam mir da komisch vor:
Google Maps ist seiner Zeit um ein gutes Jahr voraus, denn erst dann wird die bereits in der Route benutzte Ruhrbrücke fertig sein. Im Moment sieht die noch so aus und endet irgendwo in der Luft:
Ich mag ja den Herbst, nur leider habe ich dieses Jahr den Sommer verpasst.
Plötzlich ist es dann wirklich vorbei. Man hat Wochenlang auf die Erleichterung gewartet und dann hören die Zweifel plötzlich auf zu zerren. Mit dem letzten von 345 Kreuzchen auf dem Lösungsbogen wurde es in dieser Ecke meines Kopfes still. Nichts als Ruhe ... und dem Geschrei von hunderten von Eseln die ihre Brücken suchen.
Damit sie nicht weiter planlos umherirren, hat Mariella mir diese praktische Gerätschaft erfunden:
Deckel auf, Eselsbrücke reinsprechen, Deckel zu.
Der Trost ist, dass das Staatsexamen von der Anzahl der Fragen und dem Umfang der Fallgeschichten auch nicht mehr wird, dafür bin ich jetzt aber auch fertig wie ein Brötchen (ich bin mir da nicht sicher mit der Sprache, freie kreative Wortwahl liegt einem nach einem Leben aus A, B, C, D oder E einfach nicht mehr). Mein Gedenken geht in diesem Moment den tapferen Recken, die eventuell noch immer in Bochum sitzen und die Zeit bis zum Schluss um 15:10 Uhr ausnutzen.
Schade an der ganzen Nummer im Moment noch: Obwohl ich ein einigermaßen akzeptables Gefühl für den heutigen Prüfungstag mit nach Hause genommen habe, ändert dass leider gar nichts daran, dass es Donnerstag im selben Umfang erneut beginnt.
Eselsbrücken bauen sich bekanntlich viele, Mediziner besonders gerne. Meine sind meistens extrem "kreativ", aber für mich persönlich auch sehr wirkungsvoll.
Zum Beispiel muss ich mir die Namen einiger Bakterien merken, die zu einer bestimmten Gruppe gehören, sie alle tragen mittelmäßig handliche latainische Bezeichnungen: Escherichia coli, Shigella, Klebsiella, Proteus, Enterobacter, Citrobacter, Salmonellen, Yersinien. Mein Merksatz - und ich habe nur 2 Minuten dafür gebraucht alle Namen damit zu verinnerlichen - lautet (dazu gibt es in meinem Kopf auch eine Bildergeschichte mit einem verliebten Hund): Ein Collie klebte Zitronen auf Salomon auf und enterte für Teus Jersey.
Sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!
Der Sommer wird an meinem Schreibtisch vorübergehen, ohne dass ich ihn bis zur Staffelstab-Übergabe an seinen Kollegen Herbst großartig bemerkt haben werde. Um mich aber daran zu erinnern, dass auch nach den Prüfungen noch ein Leben sein wird, habe ich aus rein pädagogischen Gründen mit Mariella direkt im Anschluss daran einen Alpinurlaub gebucht und als Mahnmal dafür eine kleine Gedächtnisstütze angeschafft, die ich meistens in meinem Blickfeld deponiere, um mich auch in den Momenten des totalen Moralverlustes etwas aufrecht zu halten. Ein Kauf aus rein didaktischen Gründen also! Aber der nächste Gletscher will ja auch bezwungen werden...
Eigentlich war er als Wanderpokal gedacht, doch seit mein Semester das Studium aufgenommen hat, wandert er einfach nicht mehr sondern bleibt jedes Jahr aufs Neue bei uns. Nun schon zum viertel Mal in Folge.